Wofür ist Göttingen in aller Welt bekannt? Für die große Universität mit ihren schlauen Köpfen. Wo die Uni ist??? Überall in der Stadt!
Aber was verbirgt sich hinter den Türen und Mauern der ehrwürdigen Gebäude, z. B. der Aula am Wilhelmsplatz und der gläsernen SUB? Wer waren die Männer, die als Bronze-Skulpturen in der Stadt stehen? Was ist ein Nobelpreis?
Wir wollten es herausfinden!
Göttingen macht schlau: Unter diesem Motto erkundeten also während der Projekttage 22 Schüler*innen aus allen Jahrgängen mit Frau Nolte und Frau Kiel die unterschiedlichsten Orte und Denkmäler in Göttingen.
Am ersten Tag besuchten wir die Gauß-Weber-Skulptur auf dem Wall, an der wir so oft vorbeilaufen, ohne sie wirklich zu sehen. Auch den grün-verfärbten Friedrich-Wöhler an der Hospitalstraße auf dem Weg zur Kirche nahmen wir genauer unter die Lupe. In der Stadt interessierten uns die zwei Skulpturen von Georg Friedrich Lichtenberg auf dem Markt und an der historischen Universitätsbibliothek am Papendiek. Jeder von uns hatte diese Figuren schon einmal gesehen, aber: Warum sind die Personen so wichtig, dass sie ein Denkmal erhielten? Wieder zurück in der Schule recherchierten wir: Alle waren wichtige Naturwissenschaftler gewesen, vor 200 oder sogar 300 Jahren… Gäbe es heute z. B. ein Telefon, wenn sie nicht gewesen wären??? Der grüne Laserstrahl über Göttingen zeigt in manchen Nächten, wo damals die erste Fernsprechverbindung über die Dächer der Stadt führte.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Universität. Zuerst erhielten wir eine kleine Stadtführung von Frau Hultsch. Wir trafen uns am Gänseliesel, das einmal im Jahr von erfolgreichen Studierenden geküsst werden darf. Sie zeigte uns das Alte Rathaus mit dem schönen Standesamt, in dem früher die Kellerheizung den Ratsherren bei ihren Sitzungen die warme Luft unter die Talare pustete. Dann ging sie mit uns in die beeindruckende Aula der Universität. Was für ein prächtiger Festsaal! Und in den Etagen darüber schloss sie für uns die Türen zum alten Karzer auf. Hier wurden Studenten eingesperrt, wenn sie gegen die Regeln verstoßen hatten. So hatte tatsächlich jemand in den Brunnen des Gänseliesels gepinkelt und musste dafür 3 Tage im Karzer verbringen. Aus lauter Langeweile und Übermut bemalte nicht nur er während der Zeit in Gefangenschaft die Wände! Da gab es für uns ordentlich etwas zu gucken.
Dann ging es zum Unigelände: Dort nahmen wir im größten Hörsaal Platz, unsere ganze Schule hätte zweimal hineingepasst, und dann durften wir – mucksmäuschenstill auf Zehenspitzen – durch die Bibliothek gehen. So unzählig viele Bücher und so fleißig schreibende Menschen an ihren Laptops…
Das Nobelrondell auf dem Städtischen Freidhof war unser erstes Ziel am dritten Tag. Stadtführer Herr Buhrow ging mit uns zum Nobelrondell, der Gedenkstätte für die acht Nobelpreisträger, die in Göttingen bestattet sind, und zeigte uns deren Grabsteine. Was für ein schöner Park mit einem idyllischen See.
Unser letzter Stopp, nach einer Pause an der Eisdiele, war das Städtische Museum. Hier fanden wir die Originalfigur des Gänseliesels und konnten in einer tollen Ausstellung zur Geschichte des Fahrrades sogar selbst ein Hochrad erklimmen.
Alle diese Eindrücke und Recherchen hielten wir in Bildern und kurzen Texten fest und füllten damit zur Erinnerung an eine sonnenheiße, abwechslungsreiche Woche ein kleines Fotoalbum.





















